Attention: les pages consacrées aux Journées suisses d'histoire 2007 ne sont plus actualisées dès mars 2007.

Grusswort von Regina Wecker

Liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer der 1. Schweizer Geschichtstage

Die Schweizerische Gesellschaft für Geschichte (SGG) freut sich, Sie an dieser ersten Tagung neuen Formats begrüssen zu können. Wir hoffen mit den Geschichtstagen den intensiven Austausch unter Historikern und Historikerinnen zu fördern aber auch einer interessierten Öffentlichkeit die vielfältigen Tendenzen und Ansätzen der heutigen Geschichtswissenschaft näher zu bringen. Es wurden über 40 Panels angemeldet und mehr als 180 in- und ausländische ReferentInnen sind dem Call for Panels gefolgt. Wir erwarten eine zahlreiche Zuhörerschaft für die  Panels, die den Zeitraum von der Alten Geschichte bis zur Zeitgeschichte reflektieren und deren inhaltliches Spektrum vielfältige Ansätze und Teilgebiete der Geschichte umfasst.
Das Thema der Schweizer Geschichtstage 2007 „Zeiten des Umbruchs“ führt in die Auseinandersetzung mit einer zentralen Kategorie der historischen Forschung: Umbruch als Vorstellung der plötzlichen Änderung eines bis dahin kontinuierlichen Vorgangs, als abrupte Veränderung, die die Menschen als Ende des Bewährten und den Beginn einer neuen Epoche deuten und als dramatisches Ereignis wahrnehmen. Die Beiträge fordern auf zur Auseinandersetzung mit der Neubewertung des Ereignisses in der Geschichte, mit dem Verhältnis von Struktur, Ereignis und Erfahrung, von Zeit und Zeitlichkeit, von Ungleichzeitigkeit als epochal bewerteter Brüche, ihrer nationalen und regionalen, schicht- und geschlechtsspezifischen Differenzierung, aber auch mit dem Verhältnis von Wandel und Kontinuität.

Diese Thematik werden auch die drei Keynote Speaker in ihren Plenar-Vorträgen aufnehmen. Es ist uns gelungen mit Arlette Farge, Wolfgang Reinhardt und Françoise Thébaud innovative und international renommierte HistorikerInnen zu gewinnen, die verschiedene zeitliche und inhaltliche Dimensionen historischer Forschung und auch unterschiedliche Positionen gegenüber der Thematik der Tagung vertreten.

Mit der Aufnahme eines Roundtables zum Thema "Wieviel Geschichte braucht die moderne Wissensgesellschaft?" möchte die SGG Bildungspolitiker, Vertreter anderer Wissenschaften und HistorikerInnen einladen, über die Bedeutung von Geschichte in einer Gesellschaft zu diskutieren, die sich mit einem rasanten Wandel konfrontiert sieht, sich selbst als Wissensgesellschaft versteht und sich zugleich über die Rolle der historischen Dimension für die Gestaltung der Zukunft zunehmend unsicher zu sein scheint.

Die SGG dankt dem Historischen Institut Bern, das wesentlich zur Gestaltung der 1. Schweizer Geschichtstage beigetragen hat, sowie der Universität Bern für die Unterstützung der Veranstaltung und wünscht allen Teilnehmern und Teilnehmerinnen eine interessante, spannungsreiche Tagung und einen guten Aufenthalt in Bern.


Prof. Dr. Regina Wecker, Präsidentin der SGG